raumschnitt

Installation
900x300x200 cm
2007

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Installationsansicht: Raummaschinen, Kunstwerk Köln 2007


Modell
raumschnitt

Begehbarer Korridor, zusammengesetzt aus zwei dreiteligen Wandelemente, die abwechselnd mit Spiegelflächen und Rückprojektionsfolien bezogen wurden, so dass sich der Raum im Innern verzweigt und virtuell öffnet.

Durch den Rhythmus der Projektionen befinden sich die Wände in ständiger Bewegung. Sie verweisen auf die erstmal diffusen Sinneseindrücke, mit welchen wir permanent umgehen müssen, indem wir sie ordnen und interpretieren. Der Endschnitt findet erst im Zusammenspiel der jeweils zwei Minuten langen Animationen und der Projektionsarchitektur statt. Sobald ein Betrachter die Installation betritt oder einen Beamerstrahl kreuzt, wird er über die Spiegel hineinprojiziert und Teil des architektonisch-optischen Prozesses.

Vorlage der bewegten Bilder sind Zeichnungen, die als Papierschnitte wiederholt und animiert wurden. Ihre Motive sind leere Räume innerhalb großer Bürogebäudekomplexe aus Glas, Stahl und Beton. Fokussiert wird das Diffuse dieser Orte, das an der Peripherie die Wahrnehmung ausschlagebend prägt. Es ist unmöglich, sich der eigenen Vervielfachung und Verzerrung zu entziehen, die Anhäufung moderner Architekturfloskeln macht es schwer, die einzelnen Orte voneinander zu unterscheiden, das Gefühl die Orientierung zu verlieren, liegt nahe.
Die Arbeit versucht Teile dieses Wahrnehmungsvorgangs für den Betrachter zugänglich zu machen, die in den Zeichnungen gespeicherte Wahrnehmung wieder zu verzeitlichen und zu verräumlichen. Ausgewählt wurden vor allem Anfangs- und Endmomente, in denen sich Strukturen aus dem Nichts entwickeln oder die Raumkonstruktionen wieder zerfallen, sich Zeichenfragmente in Krümeln und Leere verliere

Besondere Unterstützung Heinz Nink
Produktion Kunsthochschule für Medien Köln


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Raummaschinen mit Daniel Burkhardt und Tessa Knapp, Kunstwerk Köln 2007





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Ausschnitt aus Aninmationen